Donnerstag, 14. Dezember 2017

Der Umgang mit Romanfiguren



Immer wieder stellt sich die Frage: Wie soll ein/e Autor/in mit Romanfiguren umgehen? Verdienen fiktive Personen den gleichen Respekt wie real lebende Personen?

Eine genauso interessante wie diffizile Frage – ist meine Meinung dazu.
Grundsätzlich sollte jede Person Anspruch auf Respekt haben: real Lebende genauso wie Tote, historisch verbürgte Personen ebenso wie die in der Vorstellungswelt des Autors erdachten.

Mit anderen Worten heißt das z.B.: Bei einer historisch verbürgten Person, deren Existenz anhand belastbarer Quellen (z.B. schriftliche Hinterlassenschaften und/oder archäologischen Ausgrabungsfunden) nachgewiesen ist, gehört es auch zum Respekt vor der Person, sie nicht mit Dingen in Zusammenhang zu bringen, gegen die sie während ihres gesamten Lebens gekämpft hat.
Natürlich ist dazu ein gewisses Maß an Recherche erforderlich, das über entsprechendes Allgemeinwissen hinausgeht. Das sollte für jeden Autor vor dem Schreiben seines Textes schon eine „Pflichtübung“ sein.

Ich erläutere das einmal an der Hauptperson meiner Perry Rhodan-Fantrilogie über Avalon.

Im Rahmen dieser Mini-Serie verkörpert Atlan eine Person, über deren Existenz die Historiker heute immer noch streiten: den Merlin von Britannien.

Genau wie über den legendären König Artus und seine Tafelrunde. Gehen wir jetzt einmal davon aus, dass beide Personen wirklich um den Wechsel des 5. zum 6. Jahrhundert in Britannien, dem heutigen England, gelebt haben, gehören sie untrennbar zusammen.
Leider sind über diese Zeit nur spärliche Quellen erhalten geblieben. Der Grund dafür ist in dem Abzug der römischen Besatzungstruppen aus Britannien um das Jahr 410 n.Chr. zu suchen. Mit ihnen verließ auch die Schrift das Land. Nur wenige, romanisierte Einwohner des Kontinents konnten lesen und schreiben.
Im Norden ließ sich der Hadrianswall gegen die anstürmenden Pikten kaum noch halten. Nach dem Abzug der Römer strömten auch andere Völker in das vom damals mächtigsten europäischen Reich verlassene Land, z.B. die Sachsen.
Wegen der spärlichen schriftlichen Quellen wird diese Zeit historisch als „Dark Ages“ bezeichnet. Die Wissenschaftler sind fast nur auf Ausgrabungsfunde angewiesen, um geschichtliche Ereignisse zu rekonstruieren.

Merlin ist demnach auch kein Name, sondern ein Titel, nämlich „der Merlin von Britannien“. Er war der Führer der britannischen Druiden. Zusammen mit der Hohepriesterin der Heiligen Insel Avalon, die der Legende nach hinter den Nebel in einem riesigen See lag, kämpfte er sein gesamtes Leben um einen Ausgleich zwischen beiden Religionen: dem Alten Glauben der Kelten und der neuen christlichen Religion, die sich immer mehr ausbreitete.

Einige Forscher vertreten die Ansicht, dass König Artus, der Inbegriff des christlichen Ritters, nur aus politischen Gründen den Schein erweckte, Christ zu sein. In Wahrheit war er, der von dem Merlin auf Avalon erzogen worden war, ein Anhänger des Alten Glaubens. Er war aber vorausschauend genug, zu wissen, dass der Siegeszug des Christentums nicht mehr aufzuhalten war.
Genau wie Merlin und die Hohepriesterin setzte er sich für den Ausgleich ein. Bis ihn einige seiner eigenen christlichen Ritter verrieten. Artus selbst hatte dem Merlin und der Hohepriesterin freies Geleit zu Verhandlungen zugesagt.
Die Hohepriesterin starb mit dem Schwert eines christlichen Ritters im Rücken in Camelot, der Merlin konnte fliehen. Die sterblichen Überreste der Priesterin nahm er mit. Damit verliert sich seine Spur in den „Dark Ages“.

Unter der Annahme, dass diese Personen wirklich lebten, ist das die historisch wahrscheinlichste Version. Ausführlich, spannend und unterhaltsam ist sie u.a. in dem weltbekannten Roman von Marion Zimmer Bredley nachzulesen: „The Mists of Avalon“, deutscher Titel: „Die Nebel von Avalon“.

Nun ist selbstverständlich jeder Autor frei in seiner Figurengestaltung, auch von historischen Personen. Wobei ich persönlich die Meinung vertrete, gerade bei nachgewiesenen Personen sollte jeder Autor danach streben, einer bestimmten Person in seinem Text nicht gerade das „aufzubürden“, wogegen diese Person einst unter Einsatz ihres Lebens kämpfte.

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Forum eine These über den Merlin gelesen, die der verantwortliche Autor zwar als eine Art „Märchen“ definierte, aber die mich trotzdem ein wenig schockierte.
Nach seiner Vorstellung in diesem „Märchen“ sollten DER Merlin und Atlan schon länger zusammenarbeiten und abwechselnd jedes Jahr den Weihnachtsmann darstellen!

Nun geht die Gestalt des Weihnachtsmannes auf eine alte Volkslegende über den christlichen Bischof Nikolaus von Myra aus dem 4. Jh. n.Chr. zurück. Obwohl so nicht ursprünglich der Geschichte von der Geburt des Gottessohnes zuzuordnen, gehört der Weihnachtsmann zu einem sowohl kulturellen wie auch religiösen Weihnachtsfest dazu.

Und was Atlan angeht: in den Blaubänden ist nachzulesen, dass Atlan selbst das Christentum als „die Religion dieses Jesus von Nazareth“ bezeichnet.

Insofern, wenn man eine geschichtliche Person, wie in diesem Fall den Merlin von Britannien und gleichzeitig eine fiktive Romanfigur wie Atlan mit dem nötigen Respekt behandelt, sollte man beide niemals mit einem christlichen Fest und einem Repräsentanten desselben in Beziehung bringen.
Gerade dem Merlin (ich gehe weiterhin von seiner historischen Existenz aus) gegenüber sehe ich es als eine Respektlosigkeit ersten Ranges. Für mich ist es einfach geschmacklos.

Freitag, 10. November 2017

Meine Avalon-Fantasien

Am Anfang jedes Romans steht eine Fantasie - nämlich die Fantasie der Autorin oder des Autors ...

Daraus werden die ersten Arbeitsmaterialien.

Hier meine Fantasien zu einem neuen Atlan-Zeitabenteuer, der Avalon-Trilogie:


Dienstag, 17. Oktober 2017

Und hier ist der Bericht über den Besuch beim Buchmesse-Con 2017 in Dreieich ...



Lost in Fantasy

Ein persönlicher Tagebuch-Bericht über den
Buchmesse-Con 2017 in Dreieich am 14. Oktober 2017
von Angelika Rützel
Ist Perry Rhodan (überhaupt noch) Science-Fiction? Oder ist es schon längst Fantasy?
Diese Frage taucht in diversen Foren immer wieder auf und wird teilweise sehr emotional diskutiert.
Nun, wir, d.h. Kurt Kobler, Michael Pfrommer und ich wurden mit dieser Frage intensiv auf dem Buchmesse-Con in Dreieich konfrontiert.
Aber ich erzähle von Anfang an …
Unser Vorsitzender Kurt hatte sich, wie er dies schon seit Jahren immer wieder tat, um einen der knappen und begehrten Präsentrationstische auf dieser etablierten Veranstaltung gemüht. Zum 32. Mal fand sie zeitgleich und als „kleinerer Bruder“ der Buchmesse in Frankfurt statt. Während auf der großen Messe alles an Literatur präsentiert wird, was es gibt, ist der BuCon, wie er in Szenekreisen heißt, auf die Genres Phantastik, Fantasy und Science-Fiction beschränkt.
Nun klappte es endlich! Der Terranische Club EdeN (TCE) bekam einen Tisch! Wir freuten uns riesig. Spontan entschieden Kurt, Michael und ich, dort hinzufahren und den TCE mit unseren Fanromanen würdig zu vertreten.
Michael und Kurt kamen mit dem Auto, weil sie jeder „nur“ eine Anfahrt von ungefähr 200 Kilometern hatten.
Ich dagegen vertraute mich der Deutschen Bahn an und hatte auch Glück. Mit einer sehr guten Zugverbindung (mit dem Intercity direkt von Heide nach Frankfurt und dort auf dem Bahnsteig gegenüber umsteigen in die Regionalbahn nach Dreieich-Sprendlingen) reiste ich bereits am Freitagabend an.
Ein Taxifahrer brachte mich vom Bahnhof zum Hotel. Irgendwie hatte ich den Eindruck, als ob für den Einbahnstraßen nicht existierten. Jedenfalls fuhr er grundsätzlich aus der falschen Richtung hinein. Trotzdem kamen wir unbeschadet am Ziel an.
Ein nettes, kleines, sauberes Hotel mit hauseigener Metzgerei war mein Nachtquartier. Da ich vorreserviert hatte, war schon alles vorbereitet. Ich musste nur noch den Meldezettel ergänzen und dann erhielt ich meinen Zimmerschlüssel.
Da musste ich doch staunen: Hier gibt es tatsächlich noch richtige Schlüssel! Keine Chipkarten oder einen Zahlencode für das Zimmerschloss!
Die Dame an der Rezeption fragte mich, ob ich noch essen wollte und ob sie mir einen Platz in dem Restaurant reservieren solle. Ja … das hörte sich gut an. Ohnehin hatte ich vorgehabt, dort meinen Abendimbiss einzunehmen.
Also bezog ich mein Zimmer und machte mich nach der Reise etwas frisch. Das Zimmer war klein, sauber und sehr gemütlich. Das Bett, ein Schreibtisch mit Stuhl, ein kleines, Bad mit Dusche, frischen Handtüchern.
Im Restaurant wartete bereits ein eingedeckter Tisch und ein sehr freundlicher Kellner auf mich. Dort stellte ich fest, dass ich nicht die einzige war, die zum BuCon wollte. Das Hotel hat an diesem Wochenende seit Jahren feste Stammgäste vom Con.
Das Essen war sehr gut und ich knüpfte die ersten Kontakte. Ich glaube, heute nennt man das „Netzwerken“.
Mein Abend klang im Bett beim Fernsehen aus. Das Zimmer verfügte über ein großes SAT-TV. Über Messenger kommunizierte ich noch einmal mit Michael wegen letzter Kleinigkeiten für den folgenden Tag.
Der Veranstaltungstag begann für mich mit einem ganz tollen, super reichlichen Frühstück. Das gab mir Gelegenheit für die nächsten Szene-Gespräche.
Dann holte Michael mich um 9.30 Uhr vom Hotel ab. Er kam direkt von zu Hause. Wir ließen unserer Wiedersehensfreue freien Lauf und fuhren gut gelaunt zum Con-Lokal.
Dort zahlten wir unseren Eintritt und erhielten die Armbänder, die uns als „berechtigt“ klassifizierten. Dazu wurden uns wirklich gut gefüllte Con-Tüten überreicht. Natürlich konnte ich es nicht lassen: Meine Hand war sofort in dem Stapel und blätterte ihn durch. Ja! Unser Werbeflyer für meinen Non-PR-Roman „Zeitbombe Erde“ und die Andromeda-Serie von Michael und Kurt war dabei!
Kurt war schon vor uns dort gewesen, hatte bereits den Tisch aufgebaut und die Bücher aufgereiht! Noch einmal Wiedersehensfreude! Schließlich war Osnabrück nun schon knapp drei Monate her und Wien noch viel länger. Sicher haben wir regelmäßigen Kontakt über die modernen Medien, aber ein persönliches Treffen ist immer noch was „Richtiges“ im Vergleich.
Der Veranstalter, Roger Murmann, hatte in einem Facebook-Post kurz vor der Veranstaltung davor „gewarnt“, ihn mit „Sie“ anzusprechen. Nun, Kurt konnte es nicht lassen, ihn – wie er uns erzählte – morgens mit „Herr Murmann“ anzusprechen. Er hat es überlebt, so munter wie er uns entgegenkam …
Die Veranstaltung war sehr gut besucht! Und ganz viele tolle Stände. Bücher über Bücher, an denen ich mich nicht sattsehen konnte! Und Kunstwerke!
Ein Stand hatte es mir besonders angetan, da ich selbst sehr gerne zeichne. Mein Schwerpunkt sind mystische Motive und sehr viel Fantasy.
Im der Eingangshalle stand ein Künstler, der bot Digitaldrucke auf Leinwand, d.h. auf Keilrahmen, an. Fantastisch! Eine andere Bezeichnung finde ich dafür nicht. Vorsichtig fragte ich ihn, ob das Original in Acryl hergestellt sei. DEN Blick werde ich so schnell nicht wieder vergessen? „Acryl? Das gibt es nicht mehr! Ich mache nichts mehr mit der Hand! Das sind alles digitale Malereien!“ – Aha … okay, die Bilder sehen toll aus, aber … ich bin in dieser Beziehung wohl tatsächlich etwas rückständig. Für mich ist Zeichnen immer noch eine handwerkliche Sache …
Schon beim Rundgang spürte ich das Schwergewicht der Aussteller: Fantasy! Und noch einmal Fantasy! Sicher, es war auch Science-Fiction dabei. Aber in sehr kleinem Umfang.
Wir spürten es an unserem Tisch sehr deutlich! Science-Fiction … hmm … Perry Rhodan … ist eben eine Art Nischenprodukt der Science-Fiction.
Sicher, es kamen genug Leute an unseren Tisch und wir führten sehr interessante Gespräche mit netten Besuchern. Aber – es waren keine Perry Rhodan-Fans. Das Schwergewicht der Veranstaltung lag eindeutig auf dem Genre „Fantasy“. Ich entdeckte nicht wenige Bücher, in denen Science-Fiction und Fantasy zu einem Ganzen vermischt werden, genau wie ich persönlich das bei Perry Rhodan im Moment sehe.
Die Fantasy-Szene boomt im Moment. Das wurde ebenso deutlich an diversen Cossplayern in teilweise exotischen Kostümen. Meinen Respekt! Allein die Herstellung dieser Kostüme ist richtig aufwändig!
Je weiter die Zeit voranschritt, desto mehr spürten wir, dass wir mit unserem Angebot dort absolut fehl am Platz waren. Das soll keine Kritik an der Veranstaltung sein! Ganz im Gegenteil! An dieser Stelle ein ganz großes Lob an Roger Murmann und an sein Team für die Organisation! Das soll denen erst mal jemand nachmachen!
Immerhin brachten wir zwar nicht viele Bücher an den Mann oder an die Frau, aber so einige unserer Leseproben fanden ihre Abnehmer. Wir hatten recht umfangreiche Leseproben von meinem Roman „Zeitbombe Erde“ und von der Andromeda-Serie für unsere Besucher dabei. Es waren richtige kleine Heftchen geworden.
Am fortgeschrittenen Nachmittag hatten wir „hohen Besuch“ an unserem Stand. Der Chefredakteur Klaus N. Frick und Madlen Bihr kamen auf einen kurzen Plausch vorbei. Dabei lernte ich endlich – wenn auch nur kurz – Klaus persönlich kennen.
Dann kam ich auf eine Idee, die Folgen hatte! Ich stellte Michael und Kurt eine ganz einfache Frage: „Was meint Ihr, sollen wir einen Bericht über diesen Con schreiben? Und wenn ja, wer opfert sich?“
Das hätte ich nicht machen sollen! Denn – wie aus einem Munde antworteten mir beide Herren: „Du!“
Upps! Michael steuerte auch gleich den Titel für diesen Bericht bei: „Lost in Fantasy“. Treffender kann man unserer Dreieich-Erlebnis nicht charakterisieren! Danke für die Idee, Michael!
Nun sitze ich am Montag hier am Rechner und schreibe meinen Bericht. Und frage mich dabei, wieso Männer sich so einig sind, wenn es „gegen“ eine Frau geht. Hmm, scheint eine schwierige Frage zu sein. Ich verzichte vorerst auf die Beantwortung.
Meine beiden Krallenungeheuer = Katzen (!) helfen mir, wie immer, bei der Arbeit. Mein Kampfkater Merlin liegt auf dem Tisch neben der Tastatur, meine „Handvoll Katze“ Igraine schaut mir vom Rechner herunter aus zu. So schreibe ich übrigens auch meine Romane. Es gibt mir eine inspirierende und gemütliche Atmosphäre dabei. Katzen sind wirklich „die heiligen Tiere der Götter“.
Der Rest meiner Wochenend-Reise ist schnell erzählt. Wir bauten zu gegebener Zeit unseren Tisch ab, verabschiedeten uns von unseren Tischnachbarn und verschwanden.
Vom Menschlichen her fand ich es schade, dass der Tag schon wieder vorbei war. Er hatte mir viel Spaß gemacht. Besonders das Wiedersehen mit Michael und Kurt. Wenn ich ganz ehrlich bin, war das auch der Hauptgrund für meine Reise. Denn eigentlich „lohnt“ sich eine eintägige Veranstaltung so weit weg vom „Polarkreis“ für mich nicht.
(Anm. d. Autorin: „Wohnen am Polarkreis“ bezieht sich auf ein Erlebnis, das ich vor Jahren bei einem Besuch bei meiner Freundin in Spanien hatte: Sie versuchte, einem spanischen Handwerker zu erklären, wo ich wohne. Da das noch nördlich von Hamburg ist, meinte der, das sei am Polarkreis. Weil: für Südländer hört Deutschland hinter Hamburg auf …)
Am Sonntag fuhr auch ich gen Heimat. Der erste Teil der Fahrt mit der Deutschen Bahn war sehr angenehm. Ich nutzte die Zeit, um mir umfangreiche Notizen für die Entwicklung meines neuen Romans zu machen. Die Anregungen hatte ich aus den Gesprächen mit Michael, die ich zwischendurch und rundherum mit ihm führte. Autorenaustausch ist sehr wertvoll und bester Pflege würdig!
Ab Hamburg-Altona begann leider das Chaos. Auf der Strecke Westerland – Altona waren zwei Züge ausgefallen. Was dazu führte, dass sie nicht von der Insel Sylt zurückkamen und also auch nicht wieder hinfahren konnten. Und die einzige vernünftige Verbindung zwischen Hamburg und Heide ist der Regionalexpress zwischen der Sonneninsel und der Hansestadt.
So verbrachte ich gut zwei Stunden auf dem Bahnhof. Mit umfangreichen Wanderungen, die so nicht geplant waren. Erst einmal hielt mein Wagen vom Intercity ganz draußen am Bahnsteig. Also der erste Kilometermarsch bis ganz nach vorne, danach ein ewiges Hin und Her zwischen den Bahnsteigen. Erst wurde angezeigt, der Zug fährt von Gleis 8 ab, dann von Gleis 9, dann wieder von der Nummer 8 … bis es dann doch endlich Gleis 9 war.
Wegen der Ausfälle war der Zug entsprechend voll. Da ich aber zu den Ersten gehörte, die einsteigen konnten, bekam ich einen guten Sitzplatz.
Beim Aussteigen erkannte ich, dass ich wieder in der Provinz eingetroffen war: von den ebenfalls ausgestiegenen Fahrgästen kannte ich zwei Personen! Nun ja, Heide ist und bleibt eine Kleinstadt, in der (fast) jeder jeden kennt.
So war ich dann endlich um kurz vor 23.30 Uhr wieder hier zu Hause. Meine Tiger begrüßten mich freudig, ich meldete mich bei meinen Freunden zurück, damit diese sich keine Sorgen machten und entschied mich dagegen, mein Mail-Postfach mit inzwischen 98 Mails noch näher in Augenschein zu nehmen.
Das habe ich inzwischen nachgeholt … und jetzt ist auch dieser Bericht fertig!